Das Ende einer Reise
Von der Idee zum System
Firma Wettstein-Werkstattbau AG vervollständigt die MakerLinie
Die Making-Linie ist nicht als Produkt gestartet, sondern als Fragestellung:
Wie lassen sich Arbeitsplätze, mobile Möbel und zentrale Aufbewahrung so denken, dass sie zusammengehören – und nicht nebeneinander existieren?
Früh war klar, dass es nicht um Einzelmöbel gehen kann. Entscheidend war ein gemeinsames Raster. Die Eurobox wurde dabei zum verbindenden Element: als Mass, als Logik, als Schnittstelle. Alles Weitere hat sich daran ausgerichtet.
Die ersten Prototypen waren entsprechend roh. Platten, Schienen, Versuche. Vieles diente dazu, Abstände, Zugänglichkeit und Handhabung zu prüfen. Was funktioniert im Alltag? Was wird tatsächlich genutzt? Was stört? Diese Phase war weniger Gestaltung als Beobachtung.




Mit der Zeit wurden die Module präziser. Aus einzelnen Ideen entstanden wiederkehrende Lösungen: Schubladen, Auszüge, Werkzeughalter, Seitenflächen. Entscheidend war dabei immer die Durchlässigkeit – dass Boxen ihren Platz wechseln können, ohne ihren Zweck zu verlieren. Vom festen Arbeitsplatz über mobile Rollmöbel bis zur zentralen Lagerung im Makerschrank.
Ein wichtiger Teil dieser Entwicklung war die Anwendung in realen Projekten. In der Zusammenarbeit mit der Bischoff AG, die die Making-Möbel in Schulen und Makerspaces einsetzt, wurden die Module konsequent im Alltag erprobt. Rückmeldungen aus Unterrichtssituationen und konkreten Räumen sind direkt in die Weiterentwicklung eingeflossen und haben zahlreiche Detailentscheide geprägt.




Der Tooltower, der Tüftlerwagen, die Arbeitstische und der Makerschrank sind deshalb keine separaten Produkte, sondern Varianten desselben Systems. Sie unterscheiden sich in Funktion und Einsatzort, nicht in ihrer Grundlogik. Die Box passt immer. Das Zubehör passt immer. Der Wechsel ist vorgesehen, nicht improvisiert.
Parallel dazu hat sich auch die Konstruktion verändert. Versionen wurden überarbeitet, vereinfacht und robuster gemacht. Dinge, die im Prototyp noch aufwendig waren, sind heute selbstverständlich. Andere Ideen sind bewusst verschwunden, weil sie im Alltag keinen Mehrwert gebracht haben.








Mit dem jetzigen Stand ist diese Entwicklungsphase abgeschlossen. Alle vorgesehenen Produkte sind definiert, gebaut und im Einsatz. Das System ist vollständig – nicht im Sinne von abgeschlossen, sondern im Sinne von belastbar und offen genug für den Alltag.
Was bleibt, ist kein einzelnes Möbel, sondern ein zusammenhängendes Ordnungssystem. Eines, das Bewegung zulässt, Veränderungen aushält und sich an unterschiedliche Situationen anpassen lässt – ohne jedes Mal neu erfunden zu werden.
Damit ist dieser Abschnitt der Reise abgeschlossen.